Einigungshilfe – Mediationsausbildung Baden-Württemberg

Ihre Fragen

Was ist mit Corona und Quarantäne?

Aktuell (Stand Anfang Oktober 2020) bilden wir vor Ort im Hohenwart-Forum aus mit wenig Beschränkungen durch Hygieneregeln. So lange wir aber bundesweit den Reproduktionswert R nicht unter 1 gedrückt haben - und das gelang 2020 bisher nur wenige Woche lang - breitet sich das Virus aus und also müssen wir auch mit Beschränkungen rechnen.

Dieser Unsicherheit begegneten wir im laufenden Kurs 2020/21 mit einer Kombination verschiedener Maßnahmen: Verlegung des Starttermins um ein paar Wochen, Abhalten einzelner Module im Onlineformat, Teilen des Kurses um mehr Flexibilität der Termine und einfacheres Einhalten der Hygieneregeln zu ermöglichen, und ggf. Verschiebung einzelner Module.

Die Ausbildung findet also statt, Corona hin oder her, und die juristischen Voraussetzungen für Zertifizierung und Lizenzierung bleiben erhalten.

Wie schließt die Ausbildung ab? Mit schriftlicher Prüfung? Mit einer durchgeführten Mediation?

Die Grundausbildung endet mit einer längeren, im Rollenspiel durchgeführten und kritisch gewürdigten Mediation im letzten Modul. Eine schriftliche Wissensprüfung wäre der Idee der Mediation nicht angemessen.

Für die Grundausbildung gibt es eine Teilnahmebescheinigung zur Zertifizierung gemäß Mediationsgesetz.

Für die Spezialisierungsmodule und Supervisionen gibt es einzelne Teilnahme-Bescheinigungen.

Wenn alle Voraussetzungen für die Lizenzierung durch den Bundesverband Mediation e.V. (BM) vorliegen, erhalten Sie darüber eine Urkunde.

Kann ich das ausprobieren?

Ja, das können Sie: Bei unseren Praxis- und Informationstagen zur Mediationsausbildung erhalten Sie einen ersten Einblick in die Ideen und Methoden der Mediation und lernen uns als Ausbilder kennen.

Wo erhalte ich Antworten auf weitere Fragen?

Zwei Möglichkeiten: Sie rufen uns an oder kommen Sie zum Praxis- und Informationstag.

Muss ich mich vorbereiten?

Sie sind willkommen mit dem Vorwissen, das Sie haben aus Ihrem Alltags- und Berufsleben. Wenn Sie sich aber vorbereiten möchten, haben wir Literatur zusammengestellt, die sich für den Einstieg in die Mediationsausbildung eignet.

Wieviele Fehlzeiten sind „erlaubt“?

Sie sind uns willkommen, auch wenn Sie nicht 100% der Zeit dabei sein können. Wir haben alle auch andere Verpflichtungen, und man kann auch einmal krank sein.

Die Inhalte eines versäumten Moduls arbeiten Sie in Ihrer Übungsgruppe nach, die die ganze Ausbildungszeit begleitet, und Sie erhalten Literaturhinweise. So sind Sie inhaltlich weiter auf dem gleichen Stand, auch wenn Ihnen natürlich viel Übungszeit fehlt.

Versäumte Module werden nicht erstattet, aber wir werden in der Regel Nachholtermine anbieten können, so dass Sie die Übungszeit und die formale Stundenzahl nachholen können. Wenn Sie die Grundausbildung buchen wollen und ein Modul versäumen, dann können Sie ersatzweise das Video- oder ein Spezialisierungsseminar belegen; wenn Sie die Komplettausbildung belegen, können Sie drei (statt zwei) Spezialisierungsseminare belegen.

Wir bescheinigen Ihnen am Ende der Ausbildung die Stunden, die Sie anwesend waren.

Für die Anerkennung nach den Richtlinien des Bundesverband Mediation ist die Stundenzahl der Komplettausbildung auch dann noch ausreichend, wenn Sie ein Wochenendmodul verpasst haben.

Die Intensiv-Woche (= 2. bzw. 3. Modul, je nach Jahrgang) ist wichtig und darf daher nicht versäumt werden, denn hier werden die entscheidenden Grundlagen gelegt.

Es ist auch nicht günstig, wenn Sie bei jedem Modul stundenweise fehlen.

Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie nicht zu allen Termine anwesend sein können, lassen Sie uns gerne darüber sprechen.

Kann ich auch zuhause übernachten?

Ja, natürlich können Sie das, wenn Sie in der Nähe wohnen. Wir laden Sie aber herzlich ein, mit uns zusammen im Hohenwart Forum zu bleiben und vielleicht noch etwas zu trinken und den Tag Revue passieren zu lassen.

Wir arbeiten abends in der Regel bis 19:00 Uhr.

Gibt es Unterlagen zum Selbststudium zwischen den Modulen?

Zwischen den Modulen, speziell in der Sommer-"Pause", wird es Gelegenheit zum Selbststudium geben, und zwar auf (mindestens) dreierlei Weise:

a) am wichtigsten: Die Intervisionsgruppen (Infos s. z.B. hier: https://www.mediationaktuell.de/news/wie-laesst-sich-mediations-uebungsgruppe-effektiv-gestalten)

b) ausgewählte Literatur erhalten Sie als Kopien, außerdem gibt es Literaturtipps für's Eigenstudium

c) die Unterlagen, die Sie während der Module bekommen, enthalten oft auch Aufgaben zum Bearbeiten in der Zwischenzeit.

d) wir werden Gelegenheiten finden, bei uns Ausbildern in Mediationen zu hospitieren bzw. später zu komediieren (ohne Garantie - es hängt von vielen Faktoren ab, die wir nicht alle beeinflussen können).